Navigation
Reportagen
Städte
Außerdem
Letztes Update: 26.11.2007

© 2003 - 2007
 
Neue Bilder: 18, 373, 39Astrich, 40A, 58, 6, 60, 62, 62A, 65, 69A, 71, 73A, WLB, Letztes Update: 26.11.2007

Kleines Schienenbaulexikon


Heute wollen wir das Verlegen der Straßenbahnschienen etwas näher betrachten.

Als Beispiel dient uns die Baustelle in der Gersthofe Straße im Jahr 2003. Wir erinnern uns, die Gleise der Linie 41 wurden getauscht, weshalb in der Herbeckstraße wieder einmal das Signal 41A anzutreffen war, weil der Autobus 41A bis Gersthof verlängert wurde und wegen den Arbeiten über die Herbeckstraße ausweichen mußte.

Die Gesamtbauzeit betrug 3 Monate, dabei wurden ca. 1400 Meter Rillengleis getauscht.

Der Oberbau der Schienen in der Gersthofer Straße bestand noch aus Superschallschutz alter Bauart, welcher zuvor einmal entfernt werden mußte. Um dies zu bewerkstelligen wurde erstmalig die Fräsmaschine der Firma KAB eingesetzt, was sich als voller Erfolg herausstellte.

Hier sehen wir die Fräsmaschine, mit der der alte Oberbau abgetragen wurde.
(Photo: Ing. Johannes Korntheuer, 2003)



Der alte Unterbau vor der Behandlung mit der Fräsmaschine. (Wir hatten fälschlicherweise behauptet, es handle sich um den Zustand nach dem Fräsen.)
(Photo: Ing. Johannes Korntheuer, 2003)



Es wurden ca. 200 Tonnen Bitumkies, 900 Tonnen unbeweglicher Beton, 1600 Tonnen beweglicher Beton (Platten) und 500 Tonnen sonstiges Aushubmaterial abgetragen und entsorgt / recycelt. Hier sehen wir die Fräsmaschine bei der Arbeit.
(Photo: Ing. Johannes Korntheuer, 2003)


Super Schallschutz neuer Bauart

Auf dem bestehenden Unterbeton wird die neue Konstruktion des körperdämmenden Rillenschienenoberbaues aufgebaut.
Werden bei der alten Baueweise Roofingplatten benutzt, werden nun Platten aus Gummigranulat verwendet.


Hier sehen wir den neuen körperschalldämmenden Oberbau der Rillenschienen. Dafür kommen Bewehrungskörbe in Verwendung. Der Schwarze Gegenstand in der Mitte ist der Schienenheber, mit dem man die Schienen relativ rasch in die richtige Position (Lage und Höhe) bringt.
(Photo: Ing. Johannes Korntheuer, 2003)



Die einzelnen Felder werden durch Arbeitsfugen getrennt. Diese sind einfache Hartfaserplatten.
(Photo: Ing. Johannes Korntheuer, 2003)



Hier sehen wir zwei Schienen aneinandergeschweißt.
(Photo: Ing. Johannes Korntheuer, 2003)



Hier und im nächsten Bild sehen wir das Verlegen der Einlageziegel.
(Photo: Ing. Johannes Korntheuer, 2003)



Diese dienen zum Ausfüllen des Schienenprofils. Zwischen sie und die sichtbaren Betonplatten wird Splitt gelegt. Dies garantiert zusätzliche Stabilität im Betrieb und bei Wärmeausdehnung.
(Photo: Ing. Johannes Korntheuer, 2003)


Insgesamt wurden verbaut:
4000 m² Feinplanum
7800 m² Gummigranulatplatten
1700 m³ Beton 41000 kg CQS9 Baustahlgitter.

Hier nun einige Impressionen der Baustelle Sandleitengasse, wo zum Unterschied zur Gersthofer Straße der Straßenbahnbetrieb aufrechterhalten wurde (Alle Photos: Ing. Johannes Korntheuer, 2003):













Vielen Dank an Ing. Johannes Korntheuer und die Firma WieBAU!