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Letztes Update: 26.11.2007

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Fahrgasterkrankung in Simmering


U-Bahn-Ausfall, Hausgemachter 71er-Ausfall, Zuspäter SEV, Totales Chaos
Am 10.06.2003 "erkrankte" ein Fahrgast in der U-Bahnstation Enkplatz, was genau passiert ist, wissen wir leider nicht, wahrscheinlich Hitzekollaps vor die Geleise. Weder "Wien heute" im TV, noch alle anderen Medien berichteten darüber.

Wir waren gerade in der U3 in Richtung Simmering, gerade aus der Station Schlachthausgasse ausfahrend, als die Fahrerin folgende Durchsage machte: "Wegen einer Fahrgasterkrankung endet dieser Zug in Erdberg, bitte benutzen sie die, ähm, anderen Linien". Sie mußte kurz nachdenken, denn einige Wochen zuvor hat man ja noch feierlich die Verschlechterung des Oberflächenverkehrs in Simmering bekanntgegeben. Seit diesem Tag fährt zu der U-Bahnstation Simmering keine Buslinie mehr, außer dreimal am Tag die Linie 80B.

In Erdberg angekommen, wies die Fahrerin nochmals darauf hin, daß der Zug hier endet. Man solle doch zurückfahren zur Schlachthausgasse und dort die Linie 18 und in Folge die Linie 71 benutzen.
Bevor wir dies taten, schossen wir noch in Erdberg folgendes Foto:


Bus-Station Erdberg. Schon aus dem Vorigen U-Bahnzug ausgestiegene Fahrgäste warten in der Nachtbushaltestelle, nicht Wissend, daß der 79A ein paar Tage zuvor eingestellt wurde. Fatal: Diese Haltestelle befindet sich exakt vor der Kundenzentrale der Wr. Linien, dennoch fühlte sich niemand bemühsigt, die Wartende Menge, die immer größer wurde, darauf hinzuweisen, daß der erste Bus hier erst um 1:09 Uhr halten wird. Gewußt müssen sie es haben, da einige Bediensteten der Wr. Linien doch auch herumgeisterten.
(Photo: Stefan Schedl, 10.06.2003)


Wir begeben uns also zurück zur Schlachthausgasse, um dem Plan "18 + 71" zu befolgen. Dort angekommen, steigen wir in einen völlig überfüllten 18er ein. Schon bei der Station Rennweg strömen alle hinaus, rüber zur Haltestelleninsel des 71ers.


Diese war auch schon zahlreich mit Fahrgästen gefüllt, denn der 71er fuhr auch nicht.
(Photo: Stefan Schedl, 10.06.2003)


Weiter gings also zu Fuß. Einige Passanten wunderten sich über das ungewöhnlich starke Fußgängeraufkommen. Nach ungefähr 15 Minuten kam uns der erste Schienenersatzverkehr entgegen:


Es handelt sich um einen "3A - Schlachthausgasse".
(Photo: Stefan Schedl, 10.06.2003)


Nach vielen weiteren Metern kamen wir zur Station Enkplatz. Die U-Bahnstation war halb verschlossen, Feuerwehrleute und Polizisten kamen heraus. Davor standen zwei Feuerwehrwagen, etliche Polizeiautos und ein Rettungsfahrzeug. Diese parkten auf der Fahrbahn, ließen jedoch für den Autoverkehr eine Spur frei. Noch war kein Grund für das Nichtfahren des 71ers ersichtlich. Doch ein Blick von der anderen Seite klärte uns auf:


Die Wr. Linien selbst parkten mit ihren Fahrzeugen am Gleiskörper und machten somit ein Weiterkommen für den 71er, oder gar das Ausrücken des 72ers (Schlachthausgasse - wenigstens BB Simmering) unmöglich.
(Photo: Stefan Schedl, 10.06.2003)


Als Schienenersatzverkehr wurde jeder Bus eingesetzt, den man gerade hatte, leider nicht genug. So kamen die Busse so ca. alle 10 Minuten, wobei nicht ersichtlich war, ob das jetzt der Schienenersatzverkehr für die U3, oder den 71er war. Das hatte natürlich Auswirkungen:
Eine weitere wartende Menge in der Simmeringer Hauptstraße.
(Photo: Stefan Schedl, 10.06.2003)


Der Bezirk war also quasi von der Außenwelt abgeschnitten. Wieder einmal hat sich gezeigt, daß das Einstellen des Oberflächenverkehrs wegen der U-Bahn ein fast fahrlässiger Irrtum ist. Da nirgendwo darüber berichtet wurde, ist uns nicht bekannt, wie lange der Vorfall gedauert hat. Die Linie 6 verkehrte zu Beginn noch, konnte dann aber auch nicht mehr weiterfahren. Wir fuhren mit der S80 zurück zum Südbahnhof, wo wir einen 13A sahen, der gerade nach Simmering geschickt wurde.