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Letztes Update: 22.10.2009
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22.10.2009 |
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Tagestour 2007
Jedem, der im Aktionszeitraum eine Vorteilscard löste, schenkte die ÖBB ein Tagesticket, gültig an einem gewählten Werktag zwischen 0 und 24 Uhr. Grund genug, den Weg zum Ziel zu erklären und eine Tagestour auf heimischen Gleisen zu unternehmen.
Ziel war es, mit dem ersten Zug am Südbahnhof abzufahren, und mit dem letzten am Westbahnhof anzukommen. Die ursprünglich gewählte Route war am gewählten Datum nicht möglich, da die Ennstal wegen Gleisbauarbeiten gesperrt war, es wurde aber eine würdige Ersatzroute gefunden:
Die Reise begann am Südbahnhof,
R2901
Wien Südbahnhof 04.38 Uhr
Wiener Neustadt 05.22 Uhr
Zuglok war eine 1142, das Wagenmaterial bestand aus Cityshuttlewagen. Obwohl es so zeitig in der früh war, war der Zug relativ gut gefüllt. Der Schaffner ist nicht wirklich glücklich mit der Tageskarte, "zwickt" sie aber dann doch.
Angekommen in Wiener Neustadt, auf Bahnsteig 8a, wartet der Anschlußzug bereits auf auf Bahnsteig 8b, also keine 20 Schritte entfernt. Es handelt sich um eine 4020er-Garnitur, mit der geht es über den Semmering. Schaffner akzeptiert die Tageskarte wortlos.
R2953
Wiener Neustadt 05.25 Uhr
Mürzzuschlag 06.42 Uhr
Wie gesagt, eine 4020er Garnitur.

Angekommen in Mürzzuschlag besuchen wir die Strecke nach Neuberg, genauer gesagt den Einfahrtsbereich in den Bahnhof Mürzzuschlag. Das Signal ist noch in Betrieb (klar, die Strecke ist nicht eingestellt, es fährt nur nichts mehr drauf, während auf der Straße viel Verkehr herrscht). Anundfürsich ein nettes Photo einer betriebenen Eisenbahnstrecke...
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

...würde es nicht hinter dem Photographen so aussehen.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)
Weiter geht es nach Selzthal. Diese Reise wird umstiegsfrei in einem Regionaltriebwagen der Reihe 4024 bestritten.
REX4474
Mürzzuschlag 07.10 Uhr
Selzthal 09.20 Uhr
4024er-Garnitur. Zunächst fahren kaum Fahrgäste und auch kein Schaffner mit. In Bruck an der Mur steigen aber etliche Fahrgäste zu, auch ein Schaffner. Bis St. Michael ist der Zug sehr gut ausgelastet und das, obwohl dieser Freitag ein Fenstertag war.
In St. Michael war Schaffner-Wechsel, dieser Schaffner wird uns bis Kleinreifling begleiten! Zwischen St. Michael und Selzthal war der Zug allerdings fast leer.

Selzthal, von der nahen Brücke ein erster Blick hinab auf den Bahnhof.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Ein Schneeräumer steht am Ende des Bahnhofbereichs.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

1040 013 blickt aus dem Ringlokschuppen, der freilich zu den Attraktionen des Bahnhofs zählt.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Ein Trumwagen, der zur Überprüfung und Reperatur der Oberleitung verwendet wird, fährt in den Bahnhof Selzthal.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Einige abgestellte 1042. Ganz vorne die 1042 514. Links im Bild ein Fahrradtransportwagen und eine 1041, oder zumindest ihre Überreste.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Blick durch den Lokschuppen, eine 1063 wird gerade auf der Drehscheibe gewendet.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Verstohlener Blick durch das Fenster.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Der Ringlokschuppen, links im Vordergrund eine Lok der Baureihe 1080.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Es ist 1080 007.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Die Fahrraddraisine im Bahnhofsbereich ist nur mehr ein Denkmal.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Ebenso die 52 7046.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Zwei 4024er warten auf ihre nächsten Einsätze. Da die Ennstalbahn an diesem Wochenende wegen Gleisbauarbeiten gesperrt ist, fahren sie heute nicht nach Liezen.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Diese 4010er Garnitur wartet auf die Fahrgäste vom Schienenersatzverkehr, denn auch dieser Zug kann an diesem Tag nicht das Ennstal passieren.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Der Bahnsteig von Selzthal, wunderschön, es handelt sich um die relativ seltene Bauform eines Inselbahnhofs.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)
Nach einer leckeren Schnitzelsemmel vom Bahnhofswirten geht unsere Reise weiter, zunächst mit 15 Minuten Verspätung, da der Schienenersatzverkehr auf der Straße nicht gut weiterkam.
R3687
Selzthal 10.34 Uhr (Tatsächliche abfahrt war ca. 10.50 Uhr)
Kleinreifling 11.52 Uhr
Erneut eine 4020er-Garnitur. Diesmal aber nicht aus dem Floridsdorfer Umlauf, diese Garnituren sind am Wiener Franz-Josefs-Bahnhof stationiert und erreichen diesen auch regelmäßig. Der selbe Schaffner, wie zuvor, er hätte eigentlich mit unserer vorigen 4024 nach Liezen fahren sollen und mit dieser 4020 nach Kleinreifling, doch auch unser Zug beginnt eben heute in Selzthal.
Die Fahrt durchs Gesäuse ist beeindruckend, doch schon bald erkennt man, warum hier eine 4020 fährt: Die ÖBB verfügen einfach über keinen kleineren Elektrotriebwagen, leider nur sehr wenige Fahrgäste, aber immerhin fährt etwas. Der Schaffner ist aber äußerst freundlich und ruft die wartenden Züge in Kleinreifling an, auf daß sie auf uns warten.
R3523
Kleinreifling 11.59 Uhr (Tatsächliche abfahrt war ca. 11.15 Uhr)
Waidhofen / Ybbs 12.26 Uhr
Wieder eine 4020er-Garnitur. Sie kann die Verspätung auf der nun nicht mehr so kurvenreichen Strecke entlang der Ybbs fast aufholen, mit 5 Minuten Verspätung erreichen wir Waidhofen an der Ybbs.
Doch auch hier wartet man auf uns, ein Pärchen aus 5090er-Triebwagen wartet im Lokalbahnhof auf die Fahrgäste aus unserem Zug.
R6927
Waidhofen / Ybbs 12.32 Uhr (Tatsächliche abfahrt war ca. 12.35 Uhr)
Gstadt 12.43 Uhr
Die Schmalspurstrecke hat innerhalb Waidhofens einen Stadtbahncharakter, so scheint sie auch genutzt zu werden. Unsere Reise endet aber in Gstadt. Dort teilt sich das Triebwagenpärchen, ein Teil fährt nach Ybbsitz, der andere nach Großhollenstein.

In Gstadt gibt es übrigens "nichts". Dennoch immerhin zwei zusätzliche Fahrgäste, die in diesen wunderschönen Zug einsteigen wollen.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Die neulackierte 2095 05 mit ihrem schönen Zug.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)
R6908
Gstadt 13.14 Uhr
Waidhofen / Ybbs 13.26 Uhr
Da der Zug so schön ist, wollen wir seinen Schaffner nicht mit unserer Tageskarte ärgern und erwerben ein Ticket zurück nach Waidhofen.
Wieder zurück in Waidhofen wartet bereits eine weitere 4020er-Garnitur, die uns nun via Amstetten bis St. Valentin bringen wird.
R3525
Waidhofen / Ybbs 13.30 Uhr
Amstetten 13.58 Uhr
R6078
Amstetten 14.03
St. Valentin 14.40
Wir erkundigen uns beim Schaffner, ob diese Garnitur auch wirklich bis St. Valentin fährt, was dieser freundlich bejaht. Auf der Strecke zwischen Waidhofen und Amstetten zeigt sich deutlich, daß die 4020er hier absolut das richtige Fahrbetriebsmittel sind, im oberen Ybbstal hat man hiermit nämlich eine leistungsfähige Schnellbahnstrecke, wie sie zB. zwischen Gänserndorf und Wien auch existiert, jedoch wird sie nicht als solche beworben, aber dennoch sehr gut angenommen, der Zug ist voll.
In St. Valentin wartet unser Anschlußzug und sein Schaffner bereits auf dem benachbarten Gleis. Der Schaffner begrüßt freundlich alle Fahrgäste und fertigt dann den Zug ab.
REX3618
St. Valentin 14.44 Uhr
Linz Hbf. 15.05 Uhr
Es handelt sich um eine Cityshuttle-Garnitur, die von einer 1142 gezogen wird. In Linz angekommen heißt es jetzt erstmal: Mittagspause! Mit der Straßenbahn geht es in die Stadt.

Cityrunner 002 als Linie 2.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Er trifft auf Wagen 007...
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

...der, ebenfalls als Linie 2, zur Solar City fährt.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Die Linzer Untergrundstraßenbahn. Auf der Linie 3 fahren noch alte Düwag-Garnituren. Die sind allerdings - im Gegensatz zu Wien - mit digitalen Anzeigetafeln umgerüstet worden.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

City Runner 011 als Linie 2 zur Solar City.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)
Nach unserer Mittagspause geht es vorerst weiter nach Wels.
REX1794
Linz Hbf. 16.22 Uhr
Wels 16.38 Uhr
Der Zug besteht aus einer 1144 und Schlierenwaggons.

Endlich Schlieren! Wir sind fast versucht, aufgrund der weichen, in liegeposition vorziehbaren Sitze und der ganz öffnebaren Fenster, dem Schaffner aus Dank einen 1. Klasse-Zuschlag zahlen zu wollen. Nach den harten Sitzen in dem Cityshuttle und der 4024 echt eine Wohltat für Gesäß und Kreuz!
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)
In Wels heißt es: Umsteigen.
REX1684
Wels 16.53 Uhr
Steindorf b. Straßwalchen 17.56 Uhr
Cityshuttle-Garnitur, die von einer 1016 geschoben wird. Hier ist erstmals ein Schaffner, der genau weiß, warum wir eine Tageskarte haben und müssen unsere dazugehörigen Vorteilscards herzeigen, was wir gerne tun.
Nach ca. 1 Stunde ereignisloser Fahrt, erreicht man Steindorf bei Straßwalchen. Dort heißt es wieder: Umsteigen.
R5825
Steindorf b. Straßwalchen 18.10 Uhr
Braunau / Inn 18.57 Uhr
Eigentlich sollten es zwei 5047er sein, doch begnügt man sich an diesem Fenstertag mit einem. Dieser ist gut ausgelastet. Der Triebfahrzeugführer begrüßt die Fahrgäste herzlich und es geht Richtung Braunau. Auf dieser Strecke gibt es noch alte Flügelsignale, außerdem sind zahlreiche Bahnhöfe noch besetzt, an Fahrgästen mangelt es überhaupt nicht!

In Braunau steht ein deutsches Vorsignal auf Österreichischem Boden, da das dazugehörige Hauptsignal schon in Deutschland steht.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

2016 070 als Lokzug nach Braunau.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Die Eisenbahnbrücke über den Inn.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Und die Straßenbrücke.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Wir gehen zurück zum Bahnhof.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Ein Schlierenparadies.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Braunau am Inn, Stellwerk 2.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Eine Schlierengarnitur, abgestellt im Bahnhof Branau.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Gegenüber befindet sich die Postbusgarage mit den kleinen Bussen für den Citybus Braunau.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Schlieren, Schlieren, Schlieren.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Das Bahnhofsgebäude in Braunau.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Die abendliche Stille wird durch ein Donnern getrübt, es fährt etwas über die Brücke.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Zahlreiche Privatbahnen entdeckten die Strecke Braunau - Wels als Geheimtip: 1. Nicht so steigungsreich, wie die Westbahn, 2. Nicht so viel Stau, wie auf der Westbahn, 3. Günstigerer Kilometerpreis als auf der Westbahn.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

So dürfen wir die 2016 904 der österreichischen LTE erleben.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

Der Fahrdienstleiter übergibt einige Papiere und die Fahrt geht nach wenigen Sekunden Aufenthalt weiter.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)
Ab sofort ist jeder Weg ein Rückweg.
R5985
Braunau / Inn 19.57 Uhr
Wels 21.22 Uhr
Es hätte eigentlich eine 2016 mit Schlieren sein sollen, doch ist es an diesem Fenstertag ein Dieseltriebwagen der Reihe 5047, der auf dem Weg nach Wels seine ganze Facette präsentieren darf: Langsame Nebenbahn, schnelle Nebenbahn, Hauptstrecke. Außerdem ist ein Schaffner mit an Bord (!) und das ganze hat insgesamt einen gewissen familiären Charakter. Eine tolle Fahrt!
Nur mehr 2mal umsteigen.
R3037
Wels 21.29 Uhr
Linz 21.52 Uhr
Als Fleißaufgabe nehmen wir diesen Regionalzug nach Linz, es handelt sich um eine Cityshuttle-Garnitur, von einer 1016 gezogen.

Bei den neuen, hell beleuchteten Bahnsteigen ist gut photographieren, leider kommen wir da erst recht spät drauf.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)

1044 045 mit einem Güterzug auf dem Weg nach Wien Nordwest, dieser Zug legt in Linz eine kurze Pause ein.
(Photo: Stefan Schedl, 18. 05. 2007)
Mehr Pflicht, als Kür: Die Fahrt mit dem ICE.
ICE661
Linz 22.43 Uhr
Wien 00.15 Uhr
Abgesehen davon, daß der komplette Waggon leer war, abgesehen dem von uns reservierten Sitzplätzen und daß die Sitze extrem hart, eng und kaputt waren, verlief die Fahrt ereignislos. Langweilig wie Flugzeug-Fliegen. Schade, vom ICE hat man sich irgendwie mehr erwartet. Irgendwann zeigte die Anzeigetafel an, daß man 200 km/h fährt, doch das konnte man aufgrund der abwechslungreichen Aussicht auf die Lärmschutzwände nicht wirklich genißen.
Insgesamt ein Herrlicher Tagesausflug, der ein gewisses Durchhaltevermögen abverlangt, aber einiges an Abwechslung in sich birgt.
Überrascht hat vielleicht, daß man auf dieser Reise kaum Taurus-Loks zu Gesicht bekommt, daß in fast jedem Zug ein Schaffner mitfährt und daß der ICE alles andere als ein Qualitätszug ist. Insgesamt jedoch eine herrliche Reise!
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